#22: Raus aus dem Wartezimmer: Warum ich seit Jahren denselben Poetry Slam höre

Es gibt Texte, die hört man einmal, findet sie nett und vergisst sie wieder. Und dann gibt es Texte, die begleiten einen über Jahre. Sie wachsen mit einem mit. Jedes Mal, wenn ich in einer nachdenklichen Stimmung bin, drücke ich auf Play und höre mir einen ganz bestimmten Auftritt an: „One Day“ von Julia Engelmann. … Weiterlesen

#21: Wenn die Welt keine Scheibe mehr ist: Vom Ausbrechen und Freischwimmen

Manchmal braucht es nur ein paar Takte, um eine ganze Lebensphase auf den Punkt zu bringen. Bei mir war es vor Kurzem wieder so. Der Song „Kein Wort!“ von SDP. Die ersten Zeilen des Tracks ziehen einen direkt hinein in eine altbekannte, erdrückende Schwere: Der Kerker als eigenes Zimmer. Ein Bild, das unbarmherzig tief sitzt, … Weiterlesen

#20: Vom Gesamtkunstwerk zum Gebrauchtwagen: Wenn Dating zum TÜV-Termin wird

Manchmal fangen Geschichten im Online-Dating genau so an, wie man es sich wünscht. Man schreibt sich, die Wellenlänge stimmt ab der ersten Sekunde, es ist leicht, es ist lustig, und ja – es knistert ein bisschen. Ein wunderbarer digitaler Abend, der mit einem warmen Gefühl und einem lächelnden „Gute Nacht“ endet. Und dann, kurz bevor … Weiterlesen

#19: Das Gebirge im Nebel: Über Körper, Scham und das Brechen des Schweigens

Es gibt Themen, die trägt man ein ganzes Leben lang mit sich herum. Man verpackt sie, stellt sie in die dunkelste Ecke der Seele und hofft, dass sie irgendwann einfach verschwinden. Bei mir ist es mein Gewicht, mein Körperbild und eine tief sitzende, lähmende Scham. Ich war schon immer übergewichtig. Mein ganzes Leben lang hatte … Weiterlesen

#18: Der innere Schrei nach Verbundenheit: Warum „Partner in Crime“ mehr als nur ein Song ist

Manchmal braucht es ein brachiales Crossover-Gewitter, um eine innere Festung ins Wanken zu bringen. Wer den Song „PARTNER IN CRIME“ von Alligatoah und Tarek (K.I.Z) zum ersten Mal hört, wird von harten Nu-Metal-Riffs und einer gehörigen Portion Misanthropie überrollt. Auf den ersten Blick geht es um die zynische Idee, dass das Hassen der Menschheit zu … Weiterlesen

Wie viel bleibt dir noch?

In diesem kurzen Ausschnitt teilt Horst Lichter eine Metapher, die hängen bleibt: Ein Maßband, von dem man zuerst die verbleibende Lebenserwartung und dann die bereits gelebten Jahre abschneidet. Das, was übrig bleibt, ist erschreckend wenig. Ein eindringlicher Reminder, dass unsere Zeit endlich ist – und viel zu kostbar, um sie an Nebensächlichkeiten oder die falschen … Weiterlesen

Echtes Sprechen statt Algorithmen: Ein Audio-Update

Wer hier schon etwas länger mitliest und gelegentlich den Audio-Knopf nutzt, weiß: Die Texte auf diesem Blog lassen sich auch anhören. Bisher kam dabei eine KI-Stimme zum Einsatz, die mit meiner eigenen Stimme trainiert wurde. Das war technisch faszinierend und erstaunlich nah am Original – und doch hat etwas gefehlt. Nach einigem wertvollen Feedback von … Weiterlesen

Ein neuer Anstrich für die Gedanken: Hauptsachen, Nebensachen & Eigensachen

Manchmal braucht es ein wenig Neuordnung im digitalen Notizbuch – nicht, weil das Alte nicht funktioniert hätte, sondern weil das Denken mit der Zeit eigene Wege sucht. Bisher lief hier alles unter dem Dach der klassischen Episoden. Das hat Struktur gegeben und eine klare Linie geschaffen. Doch nicht jeder Gedanke verlangt nach einer großen Bühne, … Weiterlesen

#17: Das Gold im Schlamassel: Was bleibt, wenn eine Freundschaft geht?

Wenn man mitten im emotionalen Trümmerfeld einer zerbrochenen Freundschaft sitzt, ist die Sicht oft vernebelt. Da ist der Schmerz, die Enttäuschung über das Schweigen und die Trauer um die guten alten Zeiten. Es ist die Phase, in der man einfach nur fühlt, wie weh der Verlust tut. Und das darf auch so sein. Trauer ist … Weiterlesen